Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande, Violinkonzert

SchnbergblacherArnold Schönberg schrieb seine symphonische Dichtung Pelleas und Melisande nach Maeterlinck 1902-03, sein Violinkonzert 1935/36. Sie sind in ganz unterschiedlichen Techniken komponiert, das eine ist hochromantisch, das andere dodekaphon. Und doch zeigt die Zusammenstellung beider Werke idealtypisch, dass Schöneberg nicht einfach die Tradition über Bord werfen – sondern weiterentwickeln wollte. In beiden Werken geht es ihm um den Ausdruck höchster Leidenschaften und tiefster psychologischer Befindlichkeiten. Wo ihm das besser gelang, muss jeder Hörer selbst entscheiden. Kolja Blacher spielt fulminant, das Gürzenich-Orchester macht seine Sache unter Markus Stenz ebenfalls bestens.
- Arnt Cobbers


Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande, Violinkonzert
Kolja Blacher (Violine), Gürzenich-Orchester Köln: Markus Stenz
Oehms Classics

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